Gemeinsam durch die Corona-Krise

Die wichtigsten Infos und Hilfen für Unternehmen im Überblick

  • Zusammenhalt und Kooperation waren schon immer die großen Stärken von Genossenschaften, darauf müssen und können wir jetzt ganz besonders bauen. Gemeinsam kommen wir durch die Krise! Hier eine übersichtliche Auflistung der Hilfsmaßnahmen, die für Genossenschaften und ihre Mitgliedsbetriebe relevant sind. Diese Übersicht kann auch als Checkliste dienen.

Direkte Unterstützungsleistungen

Ausfallsbonus

  • Der Ausfallsbonus ist die Nachfolgelösung für den Umsatzersatz, der mit Jahresende ausgelaufen ist. Er steht auch Unternehmen offen, die nicht direkt oder indirekt von den Schließungen betroffen sind. Die Details:

    • Anspruchsberechtigt sind alle Unternehmen, die mindestens 40 Prozent Umsatzrückgang im Vergleich zum jeweiligen Monatsumsatz 2019 (für Jänner und Februar: 2020) verzeichnen.
    • Die Förderung beträgt 30 Prozent des Umsatzrückgangs, maximal jedoch 60.000 Euro im Monat.
    • Die Hälfte davon ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss, die andere Hälfte ein optionaler Vorschuss auf den später ausgezahlten Fixkostenzuschuss II.
    • Den Ausfallsbonus gibt es für die Monate November 2020 bis Juni 2021. Wurde allerdings im November und Dezember 2020 ein Umsatzersatz bezogen, kann der Ausfallsbonus für diese Monate nicht beantragt werden.
    • Sonderregelung für März und April: Für diese beiden Monate wird der Ausfallsbonus angehoben. Statt 30 können 45 Prozent beantragt werden, die Obergrenze steigt auf 80.000 Euro.
    • Anträge können monatlich durch den Unternehmer selbst über Finanz Online gestellt werden - jeweils ab dem 16. des Folgemonats.
    Alle Einzelheiten gibt's auf der Homepage des Finanzministeriums.

Umsatzersatz

  • Für jene Betriebe, die von den behördlichen Schließungen im November und Dezember 2020 direkt betroffen waren, gab es das Instrument des Umsatzersatzes. Hier wurde ein bestimmter Prozentsatz des Umsatzes im Vergleichszeitraum des Vorjahres ausbezahlt: Gastronomie, Hotellerie und Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen erbringen, bekamen auf diese Weise 80 Prozent (ab 7. Dezember: 50 Prozent) des Umsatzes ersetzt, der Handel erhielt je nach Branche zwischen 20 und 60 Prozent (später zwischen 12,5 und 37,5 Prozent). Diese Form des Umsatzersatzes wurde mit 31. Dezember beendet. Nachträglich wurde allerdings noch die Möglichkeit geschaffen, dass auch indirekt von den Schließungen im November und Dezember betroffene Betriebe vom Umsatzersatz profitieren können. Darunter fallen etwa Zulieferer für Gastronomie, Tourismus und Handel. Die Details dazu:

    • Anspruchsberechtigt sind Unternehmen, das mindestens 50 Prozent Umsatzzusammenhang mit einem oder mehreren im Lockdown geschlossenen Betrieben nachweisen können.
    • Im Betrachtungszeitraum müssen mehr als 40 Prozent Umsatzausfall im Vergleich zum Vorjahr (November und Dezember 2019) vorliegen.
    • Berechnungsgrundlage sind jene Umsätze aus November und Dezember 2019, die mit direkt betroffenen Unternehmen erzielt wurden.
    • Für die Berechnung der Höhe gelten grundsätzlich dieselben Ersatzraten wie beim Umsatzersatz für direkt betroffene Betriebe. So erhält z.B. ein indirekt betroffenes Unternehmen aus dem Handel denselben Prozentsatz an Umsatz ersetzt, der auch für direkt betroffene Handelsunternehmen in diesem Zeitraum gilt.
    • Anträge sind bis 30. Juni 2021 über Finanz Online möglich. Ab einer Fördersumme von 5.000 Euro müssen die Angaben von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter bestätigt werden.
    Alle Einzelheiten gibt's auf der Homepage des Finanzministeriums.

Fixkostenzuschuss II

  • Art der Hilfe: nicht rückzahlbarer, steuerfreier Zuschuss zu den im Zeitraum der Krise entstandenen Fixkosten Zielgruppe: alle Unternehmen, die mindestens 30 Prozent Umsatzverlust durch die Krise verzeichnen Leistungen:

    • Bei einem Umsatzentfall von 100 Prozent (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) werden die Fixkosten zu 100 Prozent ersetzt. Bei geringerem Umsatzentfall fällt auch der Zuschuss entsprechend geringer aus. Bei 60 Prozent Umsatzminus sind es z.B. 60 Prozent der Fixkosten.
    • Unternehmen, die im letztveranlagten Jahr weniger als 120.000 Euro Umsatz hatten, können pauschal 30 Prozent des Umsatzausfalls als Fixkosten ansetzen.
    • Die Obergrenze des Zuschusses liegt bei 1,8 Millionen Euro pro Unternehmen, wobei bestimmte Corona-Hilfen (insb. 100-Prozent-Kreditgarantien, sofern noch nicht zurückgezahlt, Landesförderungen) gegengerechnet werden müssen.
    • Der Fixkostenzuschuss II kann für bis zu 10 Betrachtungszeiträume/Monate im Zeitraum von 16. September 2020 bis 30. Juni 2021 beantragt werden. Dabei sind bis zu 2 zeitliche Blöcke möglich.
    Förderbare Kosten:
    • Geschäftsraummieten
    • Leasingraten
    • Absetzung für Abnutzung
    • Versicherungsprämien
    • Zinsaufwendungen
    • Lizenzkosten
    • Zahlungen für Strom, Gas und Telekommunikation
    • sonstige vertragliche Zahlungsverpflichtungen
    • Wertverlust bei verderblichen/saisonalen Waren, sofern diese während der Corona-Maßnahmen mindestens 50 Prozent des Wertes verlieren
    • Unternehmerlohn bis maximal 2.666,67 Euro pro Monat
    • Personalkosten, die für den Mindestbetrieb unbedingt erforderlich sind
    • endgültig frustrierte Aufwendungen wie bereits getätigte Vorleistungen von Reiseveranstaltern für stornierte Reisen
    • für Unternehmen, die einen Fixkostenzuschuss von unter 36.000 Euro beantragen: angemessener Lohn für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer- oder Bilanzbuchhalterkosten bis maximal 1.000 Euro
    Abwicklung:
    • Antrag über Finanz Online
    • Die Auszahlung erfolgt in 2 Tranchen: Die 1. Tranche kann seit 23. November beantragt werden und umfasst 80 Prozent des voraussichtlich auszubezahlenden Betrags, die 2. Tranche kann ab 1. Juli 2021 beantragt werden.
    • Für die Beantragung der 1. Tranche sind Umsatzausfall sowie Fixkosten bestmöglich zu schätzen.
    • Die Höhe der Umsatzausfälle und der Fixkosten muss durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter bestätigt werden. Ausgenommen davon sind Antragsteller, die sich für die Pauschalierung entscheiden, oder wenn der insgesamt beantragte Fixkostenzuschuss die Höhe von 36.000 Euro nicht übersteigt.

Verlustersatz

  • Art der Hilfe: Zuschuss auf Basis voraussichtlicher bzw. tatsächlicher Verluste Zielgruppe: Unternehmen, die während der Covid-19-Pandemie Verluste erzielen und beim Umsatzersatz oder Fixkostenzuschuss über die Maximalgrenze von 1,8 Millionen Euro kommen Leistungen:

    • Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz oder einer Bilanzsumme von weniger als 10 Millionen Euro erhalten 90 Prozent des Verlustes (für die detaillierte Ermittlung siehe Richtlinien).
    • Unternehmen über diesen Grenzen erhalten 70 Prozent des Verlustes.
    • Die Höhe der Förderung ist mit 10 Millionen Euro pro Unternehmen gedeckelt.
    • Den Zuschuss gibt es für Verluste, die zwischen 16. September 2020 und 30. Juni 2021 anfallen. Dabei gibt es 10 Betrachtungszeiträume (Monate), die zeitlich zusammenhängen müssen, mit Ausnahme einer Lücke aufgrund eines Umsatzersatzes.
    Bedingungen:
    • Für denselben Zeitraum kann kein Umsatzersatz oder Fixkostenzuschuss bezogen werden. Es ist aber möglich, nachträglich von diesen beiden Förderungen zurückzutreten und den Verlustersatz zu beantragen.
    • Ein Umstieg vom Fixkostenzuschuss zum Verlustersatz ist einmalig möglich, um den Unternehmen die Möglichkeit zu geben, die günstigste Variante zu wählen.
    Abwicklung:
    • Antrag über Finanz Online
    • Die Antragstellung muss über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter erfolgen. Bei einem Verlustersatz bis zu 36.000 Euro können hierfür maximal 1.000 Euro verlusterhöhend angerechnet werden.
    • Die Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen, die getrennt beantragt werden müssen.
    • Die erste Tranche kann bis 30. Juni 2021 beantragt werden. Sie umfasst 70 Prozent des voraussichtlichen Verlustersatzes. Dazu ist eine Schätzung des Verlustes basierend auf einer Prognoserechnung erforderlich.
    • Die zweite Tranche (Endabrechnung) kann von 1. Juli bis 31. Dezember 2021 beantragt werden. Sie umfasst grundsätzlich den Restbetrag von 30 Prozent, wobei aber allfällige Korrekturen im Zuge dieser Tranche zu berücksichtigen sind.

Zuschüsse aus Härtefallfonds

  • Art der Hilfe: nicht rückzahlbarer, steuerfreier Zuschuss als Soforthilfe zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten bzw. für das entgangene Einkommen Zielgruppe:

    • Kleinstunternehmer, die weniger als 10 Vollzeitäquivalente beschäftigen und maximal 2 Millionen Euro Umsatz oder Bilanzsumme aufweisen (keine Genossenschaft, GmbH, AG)
    • Ein-Personen-Unternehmer
    • erwerbstätige Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
    • Neue Selbstständige wie Vortragende und Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten
    • freie Dienstnehmer wie EDV-Spezialisten und Nachhilfelehrer
    • freie Berufe z.B. im Gesundheitsbereich
    Leistungen: Die Leistungen wurden bereits mehrfach erweitert. Seit April 2021 gilt:
    • Zeitraum: 16. März 2020 bis 15. Juni 2021
    • Zuschuss von 80 Prozent des Einkommensverlustes (bei Geringverdienern ohne Nebeneinkünfte 90 Prozent)
    • maximal 2.600 Euro pro Monat
    Bedingungen:
    • rechtmäßig selbstständiger Betreiber eines gewerblichen Unternehmens oder eines freien Berufes (egal ob Kammermitglied oder nicht)
    • wirtschaftlich signifikante Bedrohung/Betroffenheit durch Covid-19 (laufende Kosten können nicht mehr gedeckt werden oder behördlich angeordnetes Betretungsverbot oder Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent zum vergleichbaren Betrachtungszeitraum des Vorjahres)
    • aufrechtes Versicherungsverhältnis in einer gesetzlich vorgeschriebenen Kranken- und/oder Pensionsversicherung bzw. in Versicherungen entsprechender Einrichtungen der freien Berufe
    Abwicklung:

Kredite

Überbrückungskredit mit Staatsgarantie

  • Art der Hilfe: Direktkredit mit bis zu 100 Prozent Staatsgarantie Zielgruppe: alle Unternehmen mit Standort und Geschäftstätigkeit in Österreich Leistungen:

    • 100 Prozent Staatsgarantie: für Kredite an KMU bis maximal 500.000 Euro (Zinssatz 0 Prozent fix für 2 Jahre, danach 3-Monats-Euribor + 75 Basispunkte, keine Garantiekosten)
    • 90 Prozent Staatsgarantie: für Kredite an Unternehmen bis 27,7 Millionen Euro (Zinsobergrenze 1,0 Prozent, Garantieentgelt zwischen 0,25 und 1,0 Prozent, steigt im Zeitverlauf)
    • Die Laufzeit beträgt maximal 5 Jahre, eine Verlängerung um bis zu 5 Jahre ist möglich.
    Bedingungen:
    • Der Kredit dient der Erhaltung der Zahlungsfähigkeit, der Überbrückung von Liquiditätsschwierigkeiten oder der Bedienung von Zahlungsverpflichtungen, die durch die Umsatzausfälle nicht erfüllt werden können.
    • keine Umschuldungen oder Rückführung bereits bestehender Finanzierungen (ausgenommen fixe Fälligkeitstermine)
    • Prüfung, ob und inwiefern die Zahlungsverpflichtungen nicht durch andere Maßnahmen reduziert werden können (z.B. Reduktion des Wareneinkaufs, Rückgriff auf Liquiditätsreserven, Erlöse aus rasch verwertbaren Vermögensgegenständen, Inanspruchnahme nicht ausgenutzter Betriebsmittelkreditlinien, finanzielle Maßnahmen durch den wirtschaftlichen Eigentümer, Stundungen, Kurzarbeit, Steuerstundungen, Abdeckung des Umsatzausfalls durch Versicherungen)
    • Kosten, die insbesondere abgedeckt werden können: Mieten, Leasingraten, Kreditraten und Zinszahlungen bestehender Kredite, Löhne und Gehälter, Lohnnebenkosten, angemessener Unternehmerlohn, Steuern, Abgaben und Gebühren, Entgelte für betriebsnotwendige Dienstleistungen und Waren im erforderlichen Mindestausmaß, Rückzahlung von Anzahlungen, Versicherungsprämien (soweit betriebsnotwendig)
    • Das Unternehmen muss die gewährten Mittel in angemessener Zeit wieder zurückzahlen können.
    Abwicklung:
    • Abwicklung über die Hausbank
    • Antrag wird an Austria Wirtschaftsservice (Klein- und Mittelbetriebe), Österreichische Hotel- und Tourismusbank (Tourismusunternehmen) oder Oesterreichische Kontrollbank (Großunternehmen) weitergeleitet
    • Covid-19-Finanzierungsagentur des Bundes (COFAG) stellt Kreditgarantien aus
    • weiterführende Infos: www.aws.at/ueberbruecker

Personal

Covid-19-Kurzarbeit

  • Art der Hilfe: Herabsetzung der Normalarbeitszeit für Arbeitnehmer bei Ersatz des Differenzentgelts durch das AMS Zielgruppe: alle Unternehmen, die Mitarbeiter beschäftigen Leistungen:

    • Das AMS ersetzt dem Arbeitgeber bei Herabsetzung der Normalarbeitszeit einen Großteil der Mehrkosten (SV-Beiträge, Lohnausgleich), die sich im Vergleich zur tatsächlichen Arbeitszeit ergeben.
    • beinhaltet Kosten der Ausfallstunden (Berechnungsprogramm auf AMS-Homepage) mit anteiligen Sonderzahlungen, anteiligen SV-Beiträgen und sonstigen lohnbezogenen Dienstgeberanteilen
    • gilt für Bruttoeinkommen bis 5.370 Euro (Höchstbeitragsgrundlage), kein Ersatz für Einkommensteile darüber
    • Dauer: bis 30. Juni 2021
    Bedingungen:
    • Abschluss Sozialpartnervereinbarung mit Betriebsrat, Einzelvereinbarung ohne BR bzw. Einzelvereinbarung
    • Arbeitszeitreduktion auf mindestens 30 Prozent bis maximal 80 Prozent der Normalarbeitszeit
    • 80 bis 90 Prozent des bisherigen Nettoentgelts werden weiterbezahlt (bis 1.700 Euro Bruttoentgelt: 90 Prozent, bis 2.685 Euro: 85 Prozent, bis 5.370 Euro: 80 Prozent, Lehrlinge erhalten 100 Prozent der Lehrlingsentschädigung).
    • Die Beschäftigung ist bis mindesten 1 Monat nach Ende der Kurzarbeit aufrecht zu erhalten (kann mit Zustimmung von Gewerkschaft oder AMS entfallen).
    • förderbare Beschäftigte: Dienstnehmer, die arbeitslosenversichert sind, Lehrlinge, wenn sie von der Sozialpartnervereinbarung umschlossen sind, Mitglieder der Geschäftsführung, wenn sie ASVG-versichert sind, freie Dienstnehmer, wenn sie eine wöchentliche Normalarbeitszeit darstellen können
    • nicht förderbar: geringfügig Beschäftigte, Dienstnehmer, die vor der Kurzarbeit weniger als ein Monat beschäftigt waren
    Abwicklung: Sonderfall: Betroffenheit vom Lockdown Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der behördlichen Schließungen auf die direkt betroffenen Branchen abzufedern, wurden folgende Adaptierungen beim Corona-Kurzarbeitsmodell vorgenommen:
    • Unterschreitung der Arbeitsleistungsgrenzen für Unternehmen, die unmittelbar vom Lockdown - also der behördlichen Schließung - betroffen sind: Anträge auf rückwirkende Absenkung auf unter 30 Prozent Arbeitsleistung sind für alle Unternehmen möglich. Für die Dauer des Lockdowns sind 0 Prozent Arbeitsleistung möglich. Der ÖGB prüft die Anträge und gibt innerhalb von 72 Stunden eine Rückmeldung an das AMS, die WKO erteilt eine Pauschalzustimmung.
    • Wirtschaftliche Begründung: Für Unternehmen, die unmittelbar von der behördlichen Schließung betroffen sind, ist keine Bestätigung eines Steuerberaters oder dergleichen notwendig.
    • Lehrlinge in Kurzarbeit: Für die Zeit des Lockdowns besteht keine Ausbildungsverpflichtung.

Neustartbonus für Wiedereinstieg von Beschäftigten

    • Zielgruppe: Den Neustartbonus erhalten Arbeitslose, die nach dem 15. Juni 2020 eine niedriger als beim letzten Dienstverhältnis entlohnte Arbeit aufnehmen und in den letzten 6 Wochen nicht beim selben Arbeitgeber beschäftigt waren. Eine geringfügige Beschäftigung bei diesem Arbeitgeber oder eine Wiedereinstellungszusage, die der Arbeitgeber anlässlich der Beendigung des letzten Dienstverhältnisses gegeben hat, schadet jedoch nicht.
    • Zusammenspiel mit Kurzarbeit: Der Neustartbonus ist auch in Betrieben mit Kurzarbeit möglich, nicht aber die gleichzeitige Gewährung von Kurzarbeitsbeihilfe und Neustartbonus für denselben Arbeitnehmer.
    • Arbeitsleistung: Das neu aufgenommene Dienstverhältnis muss mindestens 20 Wochenstunden umfassen.
    • Förderhöhe: Es wird die Differenz zwischen dem Betrag, der rund 80 Prozent des Bezugs vor der Arbeitslosigkeit entspricht (Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe zuzüglich Aufschlag von 45 Prozent) und dem neuen Nettoerwerbseinkommen (inklusive anteilige Sonderzahlungen) gefördert, maximal gibt es 950 Euro.
    • Förderdauer: Die Förderung gilt für die Dauer des Dienstverhältnisses, maximal jedoch 28 Wochen.
    • Befristung: Der Neustartbonus gilt für Dienstverhältnisse, die bis 30. Juni 2021 beginnen.
    • Beantragung: Der Antrag ist vom künftigen Arbeitnehmer selbst beim AMS zu stellen.

Sonderbetreuungszeit für Arbeitnehmer

  • Von 1. November 2020 bis 9. Juli 2021 haben Arbeitnehmer, die Kinder bis zum 14. Lebensjahr oder Menschen mit Behinderung betreuen müssen oder Angehörige pflegebedürftiger Personen sind, einen Rechtsanspruch auf bis zu 4 Wochen Sonderbetreuungszeit. Bisher bedurfte es dazu einer Vereinbarung mit dem Arbeitgeber. Die Sonderbetreuungszeit muss nicht in einem Stück, sondern kann auch wochen-, tage- oder halbtageweise (nicht jedoch stundenweise) verbraucht werden. Im Detail besteht der Rechtsanspruch bei:

    • Pflicht zur notwendigen Betreuung zumindest eines Kindes unter 14 Jahren oder eines Menschen mit Behinderung, wenn die Betreuung normalerweise in einer Einrichtung oder Lehranstalt bzw. Kinderbetreuungseinrichtung erfolgt und diese aufgrund behördlicher Maßnahmen ganz oder teilweise (z.B. Klassen oder Gruppen) geschlossen ist
    • Pflicht zur notwendigen Betreuung für ein unter 14-jähriges Kind, welches behördlich unter Quarantäne gestellt wurde (wobei in diesem Fall die Schule bzw. Kinderbetreuungseinrichtung weiterhin offen ist)
    • Angehörigen eines Menschen mit Behinderung mit persönlicher Assistenz, wenn diese in Folge von Covid-19 nicht mehr sichergestellt ist
    • Angehörigen eines Pflegebedürftigen, dessen Betreuungskraft ausfällt
    Der Arbeitnehmer muss den Arbeitgeber unverzüglich nach Bekanntwerden der Schließung, Absonderung oder des Ausfalls der persönlichen Assistenz bzw. der Betreuungskraft verständigen und alles Zumutbare unternehmen, damit die vereinbarte Arbeitsleistung zustande kommt. Arbeitgebern wird für die Sonderbetreuungszeit das fortgezahlte Entgelt (bis zur ASVG-Höchstbeitragsgrundlage) durch den Bund zu 100 Prozent ersetzt. Der Anspruch ist spätestens 6 Wochen nach dem Ende der Sonderbetreuungszeit bei der Buchhaltungsagentur des Bundes geltend zu machen.

Kostenersatz für innerbetriebliche Corona-Tests

  • Betriebe, die Antigen-Schnelltests anbieten, erhalten einen Kostenersatz von 10 Euro für jeden durchgeführten Test. Die Tests müssten nicht den Mitarbeitern vorbehalten sein, Betriebe können sie auch für Angehörige der Mitarbeiter, Zulieferer oder andere Bewohner der jeweiligen Gemeinde anbieten und dann abrechnen.

    • Bedingung ist, dass die Tests unter Aufsicht von medizinischem Personal (Betriebsarzt, externer Mediziner, Rettungssanitäter oder Apotheker) durchgeführt werden.
    • Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern müssen die Tests zudem in der Testplattform des Bundes eintragen. Sie bekommen dafür einen eigenen Zugang zur Datenbank.
    • Für kleinere Betriebe gibt es eine Sonderregel: Sie können sich die Anzahl der durchgeführten Tests auch von der medizinischen Aufsicht bestätigen lassen und sie dann zur Förderung einreichen.
    • Ein negatives Testergebnis gilt auch als Nachweis überall dort, wo Eintrittstests vorgeschrieben sind.
    • Ab sofort können sich interessierte Betriebe über die Website der Wirtschaftskammer registrieren. Abgerechnet werden die Tests dann im Nachhinein quartalsweise über das Austria Wirtschaftsservice.

Steuern

Degressive Abschreibung

  • Alternativ zur linearen Abschreibung wird für nach dem 30. Juni 2020 angeschaffte oder hergestellte Wirtschaftsgüter die Möglichkeit einer degressiven AfA eingeführt. Für diese neue Form Abschreibung ist ein Satz von höchstens 30 Prozent vorgesehen.

    • Anwendung: Der Unternehmer kann im Wirtschaftsjahr, in dem die AfA erstmalig zu berücksichtigen ist, wählen, ob die lineare oder die degressive AfA zur Anwendung kommen soll. Entscheidet er sich für die degressive AfA, kann er den Satz innerhalb eines Höchstausmaßes von 30 Prozent frei wählen. Anzuwenden ist er auf den jeweiligen Buchwert (Restbuchwert). Die Halbjahresabschreibungsregelung bleibt aufrecht.
    • Wechsel der Methode: Wurde mit der Abschreibung nach der degressiven Methode begonnen, ist man in den Folgejahren daran gebunden. Dennoch ist ein Wechsel zur linearen Abschreibung mit Beginn eines Wirtschaftsjahres zulässig, nicht zulässig ist hingegen der umgekehrte Wechsel von der linearen zur degressiven Abschreibung.
    • Ausnahmen: Ausgenommen von der degressiven AfA sind Gebäude, Firmenwerte, Kraftfahrzeuge (außer Kraftfahrzeuge mit einem CO2-Emissionswert von 0 Gramm pro Kilometer), unkörperliche Wirtschaftsgüter, gebrauchte Wirtschaftsgüter und Anlagen, die der Förderung, dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen.
    • Regelung für Gebäude: Für Gebäude, die nach dem 30. Juni 2020 angeschafft oder hergestellt wurden, ist eine beschleunigte AfA vorgesehen. Im Jahr, in dem die AfA erstmalig zu berücksichtigen ist, beträgt sie höchstens das Dreifache des jeweiligen Prozentsatzes von 2,5 bzw. 1,5 Prozent (also 7,5 bzw. 4,5 Prozent), im darauffolgenden Jahr höchstens das Zweifache (also 5 bzw. 3 Prozent). Ab dem zweitfolgenden Jahr erfolgt die Bemessung der AfA wieder mit 2,5 bzw. 1,5 Prozent.

Verlustrücktrag

  • Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Krise durch eine Ergebnisglättung steuerlich weiter abzufedern, wird befristet die Möglichkeit eines Verlustrücktrags für negative betriebliche Einkünfte vorgesehen. Die wichtigsten Details im Überblick. Bildung einer Covid-19-Rücklage: Zur Schaffung von positiven Liquiditätseffekten können bereits vor Durchführung der Veranlagung 2020 voraussichtliche steuerliche Verluste in diesem Jahr im Rahmen der Veranlagung 2019 durch einen besonderen Abzugsposten, die Covid-19-Rücklage, berücksichtigt werden. Voraussetzung für diese Rücklage ist, dass der Gesamtbetrag der betrieblichen Einkünfte 2019 positiv ist und 2020 voraussichtlich negativ sein wird. Für die Ermittlung der Höhe gilt:

    • Die Rücklage beträgt ohne weiteren Nachweis bis zu 30 Prozent des positiven Gesamtbetrags der betrieblichen Einkünfte 2019, wenn die Vorauszahlungen null betragen.
    • Die Rücklage beträgt bis zu 60 Prozent des positiven Gesamtbetrags der betrieblichen Einkünfte 2019, wenn ein voraussichtlich negativer Gesamtbetrag der betrieblichen Einkünfte 2020 glaubhaft gemacht wird.
    • Die Rücklage darf fünf Millionen Euro nicht übersteigen.
    • Bei Unternehmensgruppen darf eine Covid-19-Rücklage nur durch den Gruppenträger gebildet werden. Das Höchstausmaß von 5 Millionen Euro richtet sich dabei nach der Anzahl der unbeschränkt und beschränkt steuerpflichtigen Gruppenmitglieder zuzüglich des Gruppenträgers.
    • Die bei der Veranlagung 2019 berücksichtigte Covid-19-Rücklage ist im Rahmen der Veranlagung 2020 als Hinzurechnungsposten bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte anzusetzen.
    Die Bildung der Rücklage erfolgt auf Antrag. Dieser kann ab sofort unter Verwendung des dafür vorgesehenen amtlichen Formulars auf Finanz Online gestellt werden. Wurde das betreffende Jahr bereits rechtskräftig veranlagt, gilt der Antrag als rückwirkendes Ereignis im Sinne des § 295a BAO. Herabsetzung der Vorauszahlungen: Sind die Voraussetzungen für die Berücksichtigung einer Covid-19-Rücklage im Rahmen der Veranlagung 2019 gegeben, kann bis zur Abgabe der Steuererklärung beantragt werden, die Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer für das Jahr 2019 nachträglich herabzusetzen. Umgang mit verbleibenden Verlusten: Die nach Hinzurechnung der Covid-19-Rücklage verbleibenden Verluste des Jahres 2020 können in das Jahr 2019 rückgetragen werden. Die erfolgte Berücksichtigung der Covid-19-Rücklage bleibt dadurch unberührt. Wird durch den bei der Veranlagung 2019 zu berücksichtigenden Verlustrücktrag aus dem Jahr 2020 der Höchstbetrag nicht ausgeschöpft, kann auch eine Berücksichtigung des Verlustrücktrags im Rahmen der Veranlagung 2018 beantragt werden. Dabei gilt:
    • Als Verlustrücktrag kann im Jahr 2018 höchstens ein Betrag von 2 Millionen Euro abgezogen werden.
    • Soweit Verluste aus der Veranlagung 2020 weder bei der Veranlagung 2019 noch bei der Veranlagung 2018 berücksichtigt werden, können sie ab dem Veranlagungszeitraum 2021 abgezogen werden (Verlustabzug).

Homeoffice im Steuerrecht

  • Das Arbeiten im Homeoffice hat durch Corona enorm an Bedeutung gewonnen. Diesem Umstand nun auch durch eigene steuerrechtliche Regelungen Rechnung getragen. Die Details:

    • Die Zurverfügungstellung digitaler Arbeitsmittel durch den Arbeitgeber (z.B. Computer, Bildschirm, Drucker, Handy oder die erforderliche Datenanbindung) stellt kein steuerpflichtiges Entgelt dar.
    • Für den Fall, dass keine oder nicht alle verwendeten digitalen Arbeitsmittel durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden, kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein steuerfreies Homeoffice-Pauschale gewähren. Dieses beträgt maximal 3 Euro pro Homeoffice-Tag für bis zu 100 Tage pro Kalenderjahr. Das höchste Homeoffice-Pauschale beträgt somit 300 Euro pro Jahr.
    • Leistet der Arbeitgeber weniger als 3 Euro pro Tag an Homeoffice-Pauschale, kann der Arbeitnehmer den Differenzbetrag zwischen dem steuerfrei erhaltenen Pauschale und dem Maximalbetrag von 3 Euro pro geleistetem Homeoffice-Tag in der Veranlagung geltend machen, sofern kein steuerlich zu berücksichtigendes Arbeitszimmer vorliegt.
    • Allfällige Aufwendungen des Arbeitnehmers für digitale Arbeitsmittel (wie insbesondere Computer und Zubehör) sind um das steuerfrei gewährte Homeoffice-Pauschale zu kürzen.
    • Die Bestimmungen gelten für Lohnzahlungszahlungszeiträume nach dem 31. Dezember 2020.
    Neben dem Homeoffice-Pauschale können Arbeitnehmer zusätzlich Kosten für die Ausstattung ihres außerhalb eines Arbeitszimmers gelegenen Arbeitsplatzes mit ergonomisch geeignetem Mobiliar bis zu einer Höhe von 300 Euro pro Jahr geltend machen. Die Details dazu:
    • Voraussetzung dafür ist, dass zumindest 26 Tage im Jahr ausschließlich im Homeoffice gearbeitet wird.
    • Die Kosten umfassen Schreibtische sowie Drehstühle und Beleuchtungskörper, sofern sie durch den Arbeitnehmer am Arbeitsplatz in seiner Wohnung verwendet werden.
    • Übersteigen die Anschaffungs- und Herstellungskosten insgesamt den Höchstbetrag von 300 Euro, kann der Überschreitungsbetrag innerhalb des Höchstbetrags bis zum Jahr 2023 geltend gemacht werden.
    • Die Regelung gilt auch rückwirkend für Anschaffungen im Jahr 2020 bis maximal 150 Euro, wenn zumindest 26 Tage im Jahr ausschließlich im Homeoffice gearbeitet wurde. Ist die Veranlagung für 2020 bereits erfolgt, so gilt die Beantragung der Werbungskosten als rückwirkendes Ereignis im Sinne des § 295 BAO.
    Wenn Werbungskosten für ein steuerlich anerkanntes Arbeitszimmer angesetzt werden, können weder Ausgaben für digitale Arbeitsmittel noch ein Homeoffice-Pauschale geltend gemacht werden.

Mehrwertsteuersenkung für besonders betroffene Branchen

  • Bis 31. Dezember 2021 gilt ein reduzierter Steuersatz von 5 Prozent u.a. für folgende Bereiche:

    • verabreichte Getränke und Speisen in der Gastronomie, in Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien
    • Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben
    • Theater- und Kinokarten

Gesellschaftsrecht

Verlängerung von Fristen

    • Für Genossenschaften wurde (analog zu GmbHs und AGs) die Frist für die Generalversammlung von 8 auf 12 Monate nach Ende des Geschäftsjahres verlängert.
    • Die Frist für die Erstellung des Jahresabschlusses gemäß § 22 GenG und gemäß § 222 UGB wird von 5 Monaten auf 9 Monate ab Beginn des Geschäftsjahres verlängert.
    • Ebenso wird die Frist für die Einreichung des Jahresabschlusses gemäß § 277 UGB von 9 auf 12 Monate nach dem Bilanzstichtag verlängert.
    Die Fristverlängerungen gelten sowohl für das Jahr 2020 als auch für 2021.

Versammlungen und Sitzungen ohne physische Anwesenheit

  • Das Covid-19-GesG schafft eine gesetzliche Grundlage dafür, dass während der Coronakrise Versammlungen von Gesellschaftern oder Organmitgliedern auch ohne physische Anwesenheit der Teilnehmer durchgeführt und Beschlüsse auch auf andere Weise gefasst werden können. Generalversammlungen und Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat können somit derzeit sowohl durch Telefon- als auch durch Videokonferenzen durchgeführt werden. Das Wichtigste dazu in Kürze:

    • Die Durchführung einer virtuellen Versammlung ist zulässig, wenn eine Teilnahmemöglichkeit von jedem Ort aus mittels einer akustischen und optischen Zweiweg-Verbindung in Echtzeit besteht. Dabei muss es jedem Teilnehmer möglich sein, sich zu Wort zu melden und an Abstimmungen teilzunehmen.
    • Falls einzelne, höchstens jedoch die Hälfte der Teilnehmer nicht über die technischen Mittel für eine akustische und optische Verbindung mit der virtuellen Versammlung verfügen oder diese Mittel nicht verwenden können oder wollen, so ist es auch ausreichend, wenn die betreffenden Teilnehmer nur akustisch mit der Versammlung verbunden sind. Auch diese nur akustisch verbundenen Personen gelten als Teilnehmer.
    • Die Entscheidung, ob eine virtuelle Versammlung durchgeführt werden soll und welche Verbindungstechnologie dabei zum Einsatz kommt, ist von jenem Organ zu treffen, das die betreffende Versammlung einberuft (bei der Generalversammlung daher der Vorstand).
    • In der Einberufung der virtuellen Versammlung ist anzugeben, welche organisatorischen (z.B. vorherige Anmeldung zur Generalversammlung, um Einwahldaten oder ähnliches zu erhalten) und technischen Voraussetzungen für die Teilnahme an der virtuellen Versammlung bestehen. Wenn bei einer virtuellen Versammlung Anlass zu Zweifeln an der Identität eines Teilnehmers besteht, so hat die Gesellschaft seine Identität auf geeignete Weise zu überprüfen.
    Falls eine virtuelle Abhaltung der Generalversammlung nicht möglich oder zweckmäßig ist, kann der Vorstand (falls vorhanden mit Zustimmung des Aufsichtsrats) für Angelegenheiten, die einer Beschlussfassung durch die Generalversammlung bedürfen, die Durchführung einer schriftlichen Abstimmung der Mitglieder anordnen, auch wenn dies in der Satzung nicht vorgesehen ist. Details dazu:
    • Für die Ankündigung der schriftlichen Abstimmung gelten die Vorschriften über die Einladung zur Generalversammlung sinngemäß.
    • Zusätzlich sind konkrete Beschlussanträge bekannt zu machen, und es ist den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, dazu bis zu 72 Stunden vor der Abstimmung schriftlich Stellung zu nehmen und schriftlich Fragen zu stellen.
    • Die Fragen sind unverzüglich zu beantworten und zusammen mit den Antworten in gleicher Weise bekannt zu machen wie die schriftliche Abstimmung. Stellungnahmen der Mitglieder sind ebenso unverzüglich bekannt zu machen, wobei es dem Vorstand der Genossenschaft freisteht, eine solche Stellungnahme seinerseits zu kommentieren.
    • Für die eigentliche Abstimmung ist den Mitgliedern zusammen mit der Ankündigung ein Stimmzettel zur Verfügung zu stellen, den sie ausgefüllt mit ihrem Namen und dem Abstimmungswunsch spätestens am Tag der Abstimmung zur Post geben oder im Briefkasten der Genossenschaft abgeben können, um wirksam von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen.
    • Der Vorstand kann vorsehen, dass die schriftlichen Stellungnahmen und Fragen sowie die schriftliche Stimmabgabe auch in elektronischer Form erfolgen können, sofern dabei die Identität der Mitglieder zweifelsfrei festgestellt werden kann.
    Der ÖGV unterstützt Mitglieder gerne bei der Vorbereitung einer virtuellen Generalversammlung oder auch einer schriftlichen Abstimmung.

Versammlungen mit physischer Anwesenheit

  • Veranstaltungen sind aufgrund der aktuellen Schutzmaßnahmenverordnung allgemein untersagt. Eine Ausnahme für Organe juristischer Personen (wie Generalversammlungen, Vorstands- und AR-Sitzungen) bleibt weiterhin bestehen, allerdings in leicht abgeänderter Form: So sind nur mehr unaufschiebbare Zusammenkünfte von statutarisch notwendigen Organen juristischer Personen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist, vom Veranstaltungsverbot ausgenommen. Zumdem sind ein 2-Meter-Abstand zu anderen Teilnehmern und das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend.

Förderungen in einzelnen Bundesländern

  • Auch auf Ebene der Bundesländer gibt es verschiedene Hilfsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Coronakrise. Das Spektrum reicht von Direktzahlungen an betroffene Betriebe bis hin zu zusätzlichen Hilfen bei Inanspruchnahme von staatlichen Kreditgarantien. Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der Landesregierung oder der jeweiligen regionalen Wirtschaftskammer.